auf ein Wort

November 2018

Liebe Gemeinde,

Der November ist traditionell ein sehr nachdenklicher Monat. Nicht mehr lange, und das Jahr 2018 ist an seinem Ende angelangt. Neulich sagEwigkeitsonntagte jemand zu mir: „Wenn erst mal die Fürther Kärwa da ist, dann geht es dahin."
Passend zum Herbst mit seinen Zeichen des Jahresabschieds denken wir im vorletzten Monat des Jahres an die vielen Abschiede, die wir im Leben zu begehen haben. „Da geht es dahin" - diesen Gedanken verdrängen wir oft. Und doch können wir ihm auf Dauer nicht ausweichen. Nun haben wir als Christen aber den Vorteil, dass wir nicht beim Vergehen stehen bleiben müssen.
„Da geht es dahin" - für viele Menschen bedeuteten die letzten beiden großen Kriege das Ende von Hoffnungen, von Beziehungen und von Zukunft. Doch Neues ist gewachsen. Und der Volkstrauertag mit dem Erinnern an die schweren Zeiten dient uns heute als Mahnung, Streit und Krieg nicht zu ignorieren, sondern bereits den Anfängen zu wehren.
„Da geht es dahin" - auch der Ewigkeitssonntag mit dem Andenken an all die Verstorbenen führt letztlich nicht in die Traurigkeit. Ja, es ging etwas dahin. Aber nur um anderswo neu zu entstehen. Der Tod hat nicht das letzte Wort.
Rückblick, Innehalten und Ausblick - ein Dreischritt, der den November prägt. Und danach lässt sich wirklich Neues beginnen. Dann, wenn der Advent anbricht. Wenn Weihnachten die Wohnungen und Zimmer hell macht. Aber dazu mehr in der nächsten Ausgabe. Alles zu seiner Zeit!

Ihr Pfarrer Udo Götz